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Verkehrsgerichtstag: Deutschlands wichtigster Fachkongress für Verkehrsrecht steht bevor

Die Kaiserpfalz in Goslar: Austragungsort des 64. Deutschen Verkehrsgerichtstages. Foto: iStock.com/draghicich

Vom 28. bis 30. Januar 2026 findet in Goslar der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag statt. Die traditionsreiche Veranstaltung, die seit 1963 jährlich in der alten Kaiserstadt ausgetragen wird, bringt rund 2.000 Verkehrsrechtsexperten aus ganz Deutschland und Europa zusammen. Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Vertreter der Verwaltung sowie Wissenschaftler diskutieren in verschiedenen Arbeitskreisen aktuelle verkehrsrechtliche Fragestellungen und erarbeiten Empfehlungen, die häufig den Weg in die Gesetzgebung finden.

Eröffnung mit dem Generalbundesanwalt

Die feierliche Eröffnung des 64. Verkehrsgerichtstags findet am 29. Januar in der historischen Kaiserpfalz statt. Nach der Eröffnungsansprache des Präsidenten des Verkehrsgerichtstags, Professor Dr. Ansgar Staudinger, und dem Grußwort der Oberbürgermeisterin von Goslar wird Generalbundesanwalt Jens Rommel vom Bundesgerichtshof einen Festvortrag zum brisanten Thema „Autos als Waffen" halten.

Die folgenden Arbeitskreise befassen sich mit zentralen Fragen des Verkehrsbußgeld- und Verkehrsstrafrechts:

Arbeitskreis I: Vollstreckung von Sanktionen aus Verkehrsverstößen in der EU

Grenzüberschreitende Verkehrsverstöße sind längst Alltag – doch deren Ahndung bleibt eine Herausforderung. Der Arbeitskreis widmet sich der Umsetzung der EU-Crossborder Enforcement-Richtlinie und den damit verbundenen Vollstreckungsregeln. Eine zentrale Frage: Welche Herausforderungen ergeben sich für den deutschen Gesetzgeber? Zudem wird diskutiert, ob das Privatinkasso für ausländische Bußgelder vor dem Ende steht.

Arbeitskreis II: Alkoholisiert auf Fahrrädern und Pedelecs

Während für Kraftfahrzeuge klare Alkoholgrenzwerte gelten, bewegen sich Radfahrer oft in einer rechtlichen Grauzone. Der Arbeitskreis erörtert, ob § 24a StVG künftig auch Geldbußen für betrunkene Rad- und Pedelecfahrer vorsehen sollte. Welche Grenzwerte sind sinnvoll und vertretbar? Zudem werden die unterschiedlichen Gefährdungspotentiale durch alkoholisierte Fahrer von E-Scootern, Pedelecs und herkömmlichen Fahrrädern beleuchtet.

Arbeitskreis III: Unfallrisiko Ablenkung am Steuer durch Handy & Co.

Die Nutzung von Smartphones am Steuer gehört zu den häufigsten Unfallursachen. Der Arbeitskreis befasst sich mit modernen Überwachungsmethoden wie der KI-gestützten Monocam-Technologie zur Erkennung von Ablenkungsverstößen. Neben Fragen der Beweisführung und Ahndung solcher Verstöße stehen auch Präventions- und Aufklärungsstrategien im Fokus.

Arbeitskreis VI: Überhöhte Anforderungen bei der Führerscheinprüfung?

Hohe Durchfallquoten trotz steigender Kosten werfen Fragen auf: Sind die heutigen Prüfungsformen noch zeitgemäß? Der Arbeitskreis analysiert die Gründe für niedrige Bestehensquoten und diskutiert mögliche Reformen. Auch alternative Modelle wie ein Stufenführerschein werden als mögliche Lösungsansätze erörtert.

Bedeutung für die Rechtspraxis

Die auf dem Verkehrsgerichtstag erarbeiteten Empfehlungen haben erhebliche praktische Relevanz. Sie werden von Politik und Gesetzgeber regelmäßig aufgegriffen und fließen in Gesetzesnovellen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften ein. Der Verkehrsgerichtstag gilt daher als wegweisend für die Entwicklung des Verkehrsrechts in Deutschland.

Wir werden Sie nach Abschluss der Tagung über die wichtigsten Empfehlungen und deren mögliche Auswirkungen auf die verkehrsrechtliche Praxis informieren.

Christian Demuth, Düsseldorf
Rechtsanwalt l Fachanwalt für Strafrecht
Verkehrsrecht l Verkehrsstrafrecht l Bußgeldrecht

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